Wild, Wahrhaftig, Wandelbar
die Welt der Daniela Heinki
Herzensprojekt:
Rote Strümpfe
Starke Frauen sichtbar machen
Manche Geschichten berühren mich sofort. Nicht, weil sie laut sind, sondern weil sie etwas in Erinnerung rufen, das oft übersehen wird: die Kraft von Frauen, die den Mut haben, für sich und andere einzustehen.
Als ich von der Filmreihe „Starke Frauen im Film“ der Gleichstellungsstelle des Landkreises Merzig-Wadern erfuhr, wusste ich sofort, dass ich dieses besondere Projekt gerne begleiten möchte. Die Filmreihe schafft eine Plattform für Geschichten von Frauen, die gesellschaftliche Veränderungen angestoßen, Widerstände überwunden und neue Wege eröffnet haben. Geschichten, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben.
Besonders bewegt hat mich der Auftaktfilm „Ein Tag ohne Frauen“ über den historischen Frauenstreik in Island. Die Vorstellung, dass Frauen gemeinsam ihre Arbeit niederlegen, um sichtbar zu machen, wie unverzichtbar ihr Beitrag für die Gesellschaft ist, hat eine enorme Kraft. Es ist eine Geschichte von Mut, Solidarität und Veränderung. Eine Geschichte, die weit über ihre Zeit hinausreicht.
Als Künstlerin frage ich mich oft: Wie können wir Themen sichtbar machen, die uns bewegen? Wie können Bilder Gespräche eröffnen und Menschen miteinander verbinden?
Inspiriert von dem Film entstand mein Acrylbild „Rote Strümpfe“ und damit wurde aus Leinwandkinokunst Leinwandkunst. Die roten Strümpfe, die sich wie ein roter Faden durch den Film ziehen, stehen für mich als Symbol für Mut, Solidarität und weibliche Sichtbarkeit. Sie erinnern daran, was möglich wird, wenn Frauen einander stärken und gemeinsam für ihre Anliegen einstehen. Mit diesem Kunstwerk wollte ich genau dieser Kraft Ausdruck verleihen.
Aus meiner künstlerischen Arbeit und den entstandenen Bildern entwickelte sich gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle des Landkreises Merzig-Wadern eine wunderbare Zusammenarbeit.
Besonders dankbar bin ich für die inspirierende Begegnung mit der Gleichstellungsbeauftragten Doreen Schrecklinger-Leuchtle, die Frauen in Kunst und Kultur mit großer Begeisterung unterstützt.
Die Filmreihe ist eine Initiative der Gleichstellungsstelle. Ich darf dieses wertvolle Projekt durch das Medium Kunst begleiten und ihm auf meine Weise Ausdruck verleihen. Das bewegt mich und erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.
Kunst kann die Welt nicht verändern. Aber sie kann Räume schaffen, in denen Veränderung denkbar wird. Sie kann Fragen stellen, Erinnerungen wecken und Menschen miteinander ins Gespräch bringen. Genau das fasziniert mich an solchen Projekten.
Deshalb freue ich mich besonders darauf, die Filmreihe mit meinem Workshop „Starke Frauen – mutige Collagen“ weiterzuführen.
Gemeinsam wollen wir gestalten, experimentieren und persönliche Geschichten sichtbar machen. Jede Collage wird dabei zu einem individuellen Ausdruck von Erfahrungen, Hoffnungen, Erinnerungen und Stärke.
Für mich ist dieses Projekt weit mehr als eine kulturelle Veranstaltung. Es ist eine Einladung, hinzuschauen, zuzuhören und den Geschichten von Frauen Raum zu geben. Denn Sichtbarkeit ist oft der erste Schritt zu Veränderung.
Von der Filmreihe zum Mitmachprojekt
Die Begegnungen, Geschichten und Gedanken aus der Filmreihe „Starke Frauen im Film“ der Gleichstellungsstelle des Landkreises Merzig-Wadern fließen auch in meinen Workshop „Starke Frauen – mutige Collagen“ ein.
Gemeinsam wollen wir 2027 entdecken, wie sich persönliche Erfahrungen, Erinnerungen, Wünsche und Visionen künstlerisch ausdrücken lassen.
Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Gedanken, Gefühle und Impulse die Themen der Filmreihe in jeder einzelnen Teilnehmerin auslösen. Denn jede Frau erlebt diese Geschichten auf ihre ganz persönliche Weise. Genau diese individuellen Perspektiven werden in den entstehenden Collagen sichtbar.
So entstehen aus Bildern, Farben und Materialien ganz persönliche Werke, die Mut, Stärke, Vielfalt und die unterschiedlichen Erfahrungen von Frauen zum Ausdruck bringen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Was es manchmal braucht, ist ein wenig Mut, sich auf kreative und künstlerische Wege einzulassen. Doch gerade darin liegt oft eine besondere Erfahrung: Kunst verbindet, Kreativität stärkt und schafft Begegnungen.
Im Mittelpunkt stehen die Freude am Experimentieren, der inspirierende Austausch und das gemeinsame Gestalten. Zum Abschluss der Workshop-Reihe werden die entstandenen Arbeiten in einer gemeinsamen Ausstellung präsentiert.
Kunst bedeutet für mich Begegnung. Mit Menschen, mit Geschichten und mit den Erfahrungen, die jede und jeder von uns mitbringt. Genau daraus entstehen neue Perspektiven, Verbindung und gegenseitiges Verständnis. Vielleicht begegnen wir uns ja bald in meiner Galerie, in einem Workshop oder bei einer Ausstellung.
Workshop „Starke Frauen – mutige Collagen“
Unter meiner künstlerischen Leitung:
- Kreatives Arbeiten mit Bildmaterial, Farben und Strukturen
- Raum für Austausch, Begegnung und Inspiration
- Entwicklung individueller Collagen zu den Themen Stärke, Mut und persönliche Erfahrungen
- Gemeinsame Präsentation der entstandenen Werke in einer Ausstellung
Sie möchten dabei sein?
Ich freue mich über Menschen, die Lust auf kreatives Experimentieren, persönlichen Austausch und gemeinsames Gestalten haben.
Anmeldung:
Gleichstellungsstelle des Landkreises Merzig-Wadern
☎ 06861 801045

Wer ich bin
Ich bin Künstlerin, Mutter, Clownin, Netzwerkerin – und vor allem ein Mensch, der mit Farben spricht.
Geboren 1968 in Mettlach, lebe ich heute in Merzig und male in Mettlach. Zwischen diesen beiden Orten, zwischen Alltag und Atelier entsteht mein kreativer Raum.
Mein Weg zur Kunst war kein gerader Pfad, sondern ein lebendiger Tanz durch verschiedene Lebenswelten. Schon früh spürte ich eine tiefe Freude am Gestalten, doch erst später fand ich den Mut, dieser inneren Stimme konsequent zu folgen. Berufliche Stationen, Familienleben und die Arbeit mit Menschen in Luxemburg haben mich geprägt – und all diese Erfahrungen fließen heute in meine künstlerische Arbeit ein.
Was mich inspiriert
Starke Frauen mit bewegender Biografie. Die Farben der Natur. Das Unsichtbare im Sichtbaren. Ich habe große Lust, noch viele bunte Fußabdrücke zu hinterlassen.

Kunst als Sprache des Erlebens
Meine Bilder sind biografisch, intuitiv und oft tief emotional. Ich male Tiere, weil sie mich berühren. Ich male Natur, weil sie mich lehrt. Ich male das „Hässliche“, weil darin oft die größte Schönheit liegt.
Besonders fasziniert mich die Farbe Schwarz – wie auf dunklem Grund leuchtendes Leben entsteht. Insekten, Meerestiere, Truthähne, Octopoden: kleine Wesen mit großer Wirkung. Sie sind für mich stille Botschafter einer Welt, die gesehen werden will.
Die Petite Galerie Saarschleife in Mettlach
Seit 2024, ein schöner Ort für Kunst, Begegnung und kreative Impulse – offen für Gastkünstler*innen und neue Perspektiven.
Freiherr-vom-Stein-Straße 16,
66693 Mettlach
📍 petitegaleriesaarschleife@web.de
📞+49 179 9155934
Kunst & Inklusion
Seit März 2025 leite ich das inklusive Kunstprojekt „Begegnungen“ in Luxemburg.
Die Werke entstehen gemeinsam mit Menschen mit schwerstmehrfacher Behinderung und werden im Dezember 2025 in der V-Galerie Mondorf-les-Bains ausgestellt.
Mein künstlerischer Weg
Autodidaktisch geprägt, mit Kursen und Weiterbildungen seit der Jugend
Leitung eines inklusiven Malateliers in Luxemburg (2004–2016)
Private Kunstausbildung bei Izabela Butroni, Mettlach und Luxemburg (seit 2012)
Projektarbeit und Ausstellungen mit dem Glashaus Saarschleife und der Künstlerinnengruppe SaART
Beteiligung an der Kulturwerkstatt Trier und Mitgründung einer freien Künstlerinnengruppe in Merzig (2023)
Clownin mit Herz – Humor als Heilkunst
Neben der Malerei ist das Clownsein für mich ein zweiter künstlerischer Raum – voller Begegnungen und Tiefe. Als ausgebildete Klinikclownin, Bühnenclownin und Clownpädagogin bin ich seit 2014 Gründungsmitglied des Vereins Clowns4u asbl Luxembourg. www.clowns4u.lu
Wir besuchen regelmäßig Menschen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen – mit dem Ziel, durch Humor Nähe, Trost und Lebensfreude zu schenken. Diese Arbeit zeigt mir, wie kraftvoll ein Lächeln sein kann – und wie sehr Kunst auch heilen darf.








